Liebe Gastgeber und Geniesserinnen, heute sprechen wir über ein Thema, das vielen in der Schweizer Gastronomie unter den Nägeln brennt: Die Beziehung zwischen unseren Gasthäusern und den grossen Braukonzernen. Es geht um Fairness und darum, wie die Kosten für uns alle kalkuliert werden.
Direkte Kritik an den Bierpreisen
An einem Anlass in Zürich tauschten sich Mitglieder von Gastro Kanton Zürich mit der Spitze von GastroSuisse aus. Dabei wurde ein Punkt laut und deutlich angesprochen: Die Ungleichbehandlung durch die Braukonzerne. Du kennst das Gefühl sicher: Du kämpfst für Qualität und faire Preise in deinem Betrieb, doch dann kommen die grossen Lieferanten und machen dir das Leben schwer. Die Kritik richtet sich konkret darauf, dass die Brauereien ihre Produkte im Detailhandel viel günstiger anbieten, als sie es mit der Gastronomie tun. Das schadet deinem Geschäft und dem ganzen Gastgewerbe in der Schweiz enorm. Wir reden hier nicht von kleinen Unterschieden, sondern von einer spürbaren Benachteiligung deiner kleinen oder mittelgrossen Gastro-Betriebs gegenüber den grossen Supermärkten. Das trifft jeden Betrieb, egal ob du ein charmantes kleines Gasthaus mit Übernachtungsmöglichkeit oder ein belebtes Restaurant führst.
Währungsgewinne landen nicht dort, wo sie hingehören
Ein weiterer wichtiger Punkt, den die Verbandsspitze ansprach, betrifft die Importe. Wenn Braukonzerne von günstigeren Einkaufskonditionen bei Importen profitieren – zum Beispiel durch Währungsvorteile –, dann geben sie diese Ersparnisse an dich als Wirt oder Wirtin oft nicht weiter. Diese Mehreinnahmen, die durch günstige Wechselkurse entstehen, sollten eigentlich in die Branche zurückfliessen, zum Beispiel durch tiefere Einkaufspreise. Das ist ein entscheidender Faktor für deine Kalkulation von Speisekarten und Zimmerpreisen. Wenn du überlegst, wie du deine Menükarte für das kommende Frühjahr gestaltest, spielen solche externen Kostenfaktoren eine grosse Rolle.
Die Stärke der Gemeinschaft im Blick
Die neue Direktorin von GastroSuisse betonte, dass die Stärke des Verbandes gerade in der Bündelung der Kräfte liegt. Das ist wichtig, denn nur gemeinsam können wir bei solchen Themen Druck machen. Es geht darum, eine lautere Stimme für die Anliegen der kleinen und mittleren Betriebe im Schweizer Gastgewerbe zu sein. Für dich bedeutet das: Deine Stimme zählt, wenn du dich im Verband engagierst. Wir alle profitieren davon, wenn faire Verhandlungsbedingungen herrschen, damit du weiterhin dein authentisches Angebot pflegen kannst, sei es bei regionalen Lebensmitteln oder bei gemütlichen Übernachtungen.
Diese Diskussion zeigt, dass die Branche wachsam bleibt und sich für faire Rahmenbedingungen einsetzt. Das sichert langfristig die Qualität, die wir alle an unseren liebsten Gasthäusern so schätzen.
- Der Detailhandel erhält Bier teils deutlich günstiger als die Gastronomie.
- Währungsgewinne bei Importen werden nicht an die Gastro-Betriebe weitergegeben.
- GastroSuisse fordert mehr Fairness gegenüber den KMU der Branche.
Häufig gestellte Fragen
Was ist GastroSuisse? Der Verband vertritt die Interessen der Schweizer Hotellerie- und Gastronomiebetriebe und setzt sich für faire Rahmenbedingungen ein.
Was bedeutet die Kritik an den Braukonzernen für mich als Wirt? Sie bedeutet, dass du möglicherweise unnötig hohe Einkaufspreise für Bier hast, was deine Gewinnmargen schmälert.
Wie kann ich mich informieren? Verfolge die Mitteilungen von Gastro Kanton Zürich oder GastroSuisse für Updates zu Verhandlungen und Branchenanliegen.










